Große Meerliebe

Das Meer & Ich

Vor ungefähr einem Monat bekam ich eine eMail mit dem Hinweis auf diesen Schreibwettbewerb – danke liebste Frauke! Sie hat dabei sofort an mich gedacht – kein Wunder bei meinem Blognamen, oder? Eine Woche später flatterte auch noch mal eine eMail vom Ankerherz Verlag persönlich bei mir rein. Da freute ich mich natürlich umso mehr, denn mein Blog war nicht der aktuellste in letzter Zeit. Beide Male dachte ich: Oh, da will ich unbedingt mitmachen. Drei Wochen später sitze ich hier und denke immer noch: Worüber soll ich nur schreiben? Bei mir ist es eine ganz große Meerliebe, ja – aber oder gerade deshalb fällt es unglaublich schwer diese große Liebe in Worte zu fassen. Die Liebe ist so groß, dass ich sie für immer mit mir am Arm tragen werde.

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In letzter Zeit war dazu noch unglaublich viel los bei mir. Jetzt habe ich mir diesen Freitag kurz vor der Deadline extra freigehalten, um mich an diesen einen besonderen Artikel zu setzen. Denn ich bin doch schließlich prädestiniert um über das Meer zu schreiben – oder? Ja, vielleicht. Aber irgendwie ist in meinem Kopf derzeit Leere. Die letzten Wochen waren nicht einfach und ich muss da immer gut auf mich aufpassen. Die Zukunft ist ungewiss, aber wenn ich dann ans Meer denke, kommt eine große Sehnsucht in mir auf und gleichzeitig beruhigt es mich. Aber mit meinem wunderschönen Ankerring wird eh alles gut.

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Das Meer spaltet mein inneres Ich in Entspannung und Furcht, in Liebe und Angst. Setzt mich ans Meer und kommt zwei Stunden später wieder – ihr werdet mich in derselben Position vorfinden wie ihr mich dort abgesetzt habt – zufrieden und glücklich. Aber sagt ihr mir, geh doch mal ins Meer und schwimm ein Stück – da werdet ihr Panik in meinen Augen erkennen. Die Knie fangen an zu zittern und ich werde unruhig. Das Meer ist ein gewaltiges Naturerlebnis, ich entdecke es immer wieder neu für mich. Wobei gewaltig schon das richtige Wort ist, denn es ist einfach riesig und irgendwie ja auch unberechenbar, oder? Wenn ich auf das Meer schaue, werde ich ruhig innerlich. Ich kann entspannen und mit anderen Augen auf die Dinge um mich herum schauen. Aber ich möchte mich nicht hinein begeben. Dazu bekenne ich mich das erste Mal öffentlich, aber dieser Schreibwettbewerb soll schließlich auch eine Herausforderung sein. Denn obwohl mein Motto Hauptsache Meer lautet, habe ich auch Angst davor.

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Im letzten Jahr war ich zur Kur – DIREKT am Meer. Ich hatte sogar ein Zimmer mit Meerblick. Könnt ihr euch vorstellen, wie viel Freude und Dankbarkeit das in mir ausgelöst hat? Es war unglaublich: Das Meer & Ich. Die meiste Zeit verbrachte ich wohl auch am Meer, sowohl alleine als auch zu zweit oder zu mehreren. Wenn morgens walken auf dem Plan stand, war das natürlich die beste Kulisse dafür. Selbst Thai-Chi konnte ich mit Blick aufs Meer ertragen. In kurzen Pausen schnappte ich mir oft meinen Basketball und drehte einfach so eine Runde. Wenn abends oder bei Regen keiner wollte, ging ich alleine eine Runde. Aber gemeinsam gehen und reden war auch immer schön. Es sind einfach so tolle Gespräche entstanden, praktisch von alleine. Und wenn man mal nichts gesagt hat, hat man das Meer gemeinsam genossen. Aber bei den Gruppen, die unbedingt auf die Inseln und ins Meer wollten, war ich nicht dabei. Das war einfach nicht meins. Ihr wisst schon, Panik und so.

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Nachdem ihr das jetzt gelesen habt, wundert ihr euch wahrscheinlich auch nicht mehr, dass ich gezielt nach Arbeit am Meer suche, oder? Natürlich schränke ich mich da nicht komplett ein und bin auch offen für alles andere, aber je näher am Meer desto besser. Wundert ihr euch jetzt noch darüber, wenn ich sage, dass das Geld dabei auch keine Rolle spielt? Nächste Woche bin ich zwei Tage an der Nordsee, oder zumindest in der Nähe und ich werde sicherlich Meeresluft schnuppern dürfen. Das wird herrlich.

Die Meerliebe wird bleiben. Vielleicht bekämpfe ich die Panik davor ja doch noch eines Tages. Aber Angst gehört auch irgendwie zum Leben dazu. Von daher kann ich nur sagen: Alles wird immer wieder gut!

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