Little B. ist dankbar

Heute geht es weiter mit Little B. Sie bloggt auf ihrem Blog Little B. in HH über ihr privates Leben mit dem mini-monsieur. Die beiden haben schon viel zusammen durchgemacht und sie berührt mich oft sehr mit ihren Texten. Schaut mal vorbei!

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Es gibt ja so eine bekloppte Diskussion übers Danke-Sagen bei Kindern: Soll man Kindern es “beibringen” oder sollen sie es irgendwie* selbst lernen? Die Gegner sagen, dass Danke-Sagen Unterwürfigkeit fördern würde. Ich finde, dass es eine Frage des Respekts ist. Mit einem “Danke” erkenne ich an, dass mein Gegenüber etwas für mich – ob selbstverständlich oder nicht – geleistet hat. Für mich ist Dankbarkeit auch eine Art Synonym für Wertschätzung. Man kann das Wort natürlich auch inflationär benutzen – die Dosis macht bekanntlich das Gift.

Wer meinen Blog kennt, könnte denken, dass ich nicht viel zu lachen habe (zumindest hatte besonders im letzten Jahr). Aber das ist nicht so. Ich weiß, dass es mir eigentlich gut geht und dafür bin ich auch dankbar. Irgendwas ist immer, das dann doch positiv ist. Und um dieses Gefühl noch einmal zu verstärken, hatte ich im vergangenen Jahr einen nicht-öffentlichen Dankbar-Post laufen. Jeden Tag habe ich was aufgeschrieben, wofür ich an dem Tag dankbar war. (Andere nennen es Glücksglas oder sonstwie.) Das werde ich auch in diesem Jahr machen.

Und auch wenn ich gerade 2014 ein paar Dinge erlebt habe, die alles andere als positiv waren mich gefordert haben, so habe ich doch oft das Gefühl, dass ich im Wolkenkuckucksheim wohne und sehr behütet aufgewachsen bin. Was ist mir denn schon wirklich Schlimmes bislang passiert?

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Wie oft kreisen wir uns um Kleinigkeiten, von denen wir meinen, dass sie uns unglücklich machen? Wie oft vergessen wir das große Ganze, in dem wir uns befinden? Wir haben nur dieses eine Leben. Allein dafür sollten wir dankbar sein. Es gibt kein “Reset”. Welchen Gefallen tun wir uns also, uns an Dingen aufzureiben, die im Moment des Aufregens schon gewesen sind, anstatt für die Erfahrung und die Erkenntnis, die sie uns lehren, dankbar zu sein?!

So wie man viel mehr für nicht-materielle Dinge dankbar sein sollte, finde ich. Das ist auch eigentlich viel einfacher und ehrlicher als sich brav für irgendwelche Dingse zu bedanken.

Für mich ist besonders Zeit unbezahlbar:
Zeit, die sich jemand für mich nimmt, um da zu sein.
Zeit, die mir jemand schenkt, indem er mir etwas abnimmt.
Zeit, die ich frei nutzen kann für Dinge, die mir wichtig sind.

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Und Freundschaft!

Gute Freundschaften sind nichts Selbstverständliches und einfach unbezahlbar. Und für mich sind gute Freundschaften auch so etwas wie Wahlverwandtschaft. Nicht unbedingt ein Familienersatz, aber eine wichtige Familienergänzung (sollte der mini-monsieur jemals getauft werden, würde ich mich für Freunde als Paten entscheiden). Meine langjährigste Freundin wird vom mini-monsieur auch Tante genannt.Gute Freundschaften sind nichts Selbstverständliches und einfach unbezahlbar. Und für mich sind gute Freundschaften auch so etwas wie Wahlverwandtschaft. Nicht unbedingt ein Familienersatz, aber eine wichtige Familienergänzung (sollte der mini-monsieur jemals getauft werden, würde ich mich für Freunde als Paten entscheiden). Meine langjährigste Freundin wird vom mini-monsieur auch Tante genannt.

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Und als ich kurz vor Silvester 2014 einen sehr berührenden Text zum Thema Dankbarkeit las, musste ich einfach den Herzmenschen meines Lebens “Danke” sagen und schrieb am Silvester-Abend noch vor Mitternacht folgenden Text:

“Nach hoffentlich tollen Weihnachten wünsche ich einen guten Rutsch und tollen Start ins neue Jahr.
Danke, dass Du da bist und 2014 zu einem tollen Jahr gemacht hast.”

Letzlich war es so: 2014 war ein tolles Jahr. Denn es war ein Jahr der Freundschaft, bedingungsloser Freundschaft, für die ich unendlich dankbar bin.

* Ich frage mich ja ein bisschen wie: Denn m.E.n. ist das nichts, was man sich durch Abgucken und Kopieren wirklich “fehlerfrei” lernen kann. Ich weise aufs Danke-Sagen hin, damit der mini-monsieur lernt, wann es angebracht ist.

Nachwort: Eure Texte zur Dankbarkeit werden im Zwei-Wochen-Rhythmus veröffentlicht.

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